Information zum Corona-Virus/COVID-19 für unsere Patientinnen/Patienten

Update vom 2. April 2020:

Die aktuelle Situation um SARS-CoV-2 und die durch das Virus ausgelöste Atemwegserkrankung COVID-19 wirft noch viele ungeklärte Fragen auf, die bislang noch nicht alle mit letzter Entschlossenheit beantwortet werden können.

Seitens der AG Biologika gilt derzeit die Empfehlung keinesfalls Medikamente ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abzusetzen.

Wie schütze ich mich?

  • Gründliches Händewaschen. Hände unter fließendes Wasser halten. Hände gründlich einseifen – sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Auch an die Fingernägel denken. Danach die Hände unter fließendem Wasser abspülen.
  • Wenn kein Waschbecken in der Nähe ist, können auch Desinfektionsmittel angewandt werden.
  • No Handshake! Das Händeschütteln unbedingt vermeiden.
  • Möglichst wenig ins Gesicht fassen, da Mund, Nase und Augen mögliche Eintrittswege für das Virus darstellen.
  • Halten Sie Abstand von anderen Personen und meiden Sie Menschenansammlungen (siehe unten).
  • Besonnener Umgang mit Atemschutz-Masken. Diese schützen gesunde Träger nicht zuverlässig vor einer Ansteckung. Sie sind dafür gemacht, dass vor allem infizierte Träger die Erkrankung nicht weitergeben. Das kann sinnvoll sein, wenn eine Person mit einer Atemwegserkrankung in einem Wartezimmer beim Arzt sitzt.
  • Keine Panik aufkommen lassen.
Wer ist besonders gefährdet?
  • Schwere Krankheitsverläufe treten häufiger ab einem Alter von 50 bis 60 Jahren auf, dabei steigt das Risiko mit dem Lebensalter stetig an.
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, vor allem bei Erkrankungen des Herzens, der Lunge, der Niere, bei chronischen Lebererkrankungen, Diabetes und Krebs.
  • Raucher/-innen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung.
  • Patienten mit autoentzündlichen Erkrankungen, wie zum Beispiel Schuppenflechte oder Schuppenflechte-Arthritis, haben durch die Grunderkrankung an sich, aber auch durch die eingenommene immunsuppressive Medikation ein erhöhtes Erkrankungsrisiko und auch ein Risiko für schwere Verläufe. Das sollte im Alltag und bei berufstätigen Menschen auch bezüglich des Arbeitsplatzes berücksichtigt werden.
Welche zusätzlichen Maßnahmen sind zu beachten?
  • Die Bevölkerung ist insgesamt aufgerufen, nicht erforderliche Außenkontakte derzeit zu vermeiden. Dies gilt in besonderem Maße für alle besonders gefährdeten Personengruppen.
  • Immunsuppressiva (z.B. Methotrexat, Biologika, JAK-Inhibitoren) sollten keinesfalls ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt vorbeugend abgesetzt werden! Die aktive, unkontrollierte Autoimmunkrankheit selbst kann für eine Ansteckung durch Virusinfektionen gefährlicher sein als eine therapeutisch gut eingestellte Grunderkrankung.
  • Bei eindeutigen Anzeichen einer Infektion allerdings gilt die Empfehlung, wie bei anderen Infektionserkrankungen (z.B. Grippevirusinfektionen) die Therapie für die Dauer der Infektion zu pausieren.
  • WICHTIG ist eine frühzeitige telefonische Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt bzw. der Infohotline/Gesundheitsberatung, wenn Symptome einer Infektion auftreten. Infohotline Coronavirus (0–24 Uhr): 0800 555 621 Telefonische Gesundheitsberatung: 1450
  • WICHTIG: Wenn eine Infektion bei Ihnen bestätigt wurde, setzen Sie sich telefonisch mit Ihrem behandelnden Dermatologen in Verbindung.
Wie schütze ich andere?
  • Bei Anzeichen eines Infekts Abstand halten und möglichst zu Hause bleiben.
  • Beim Husten, Niesen oder Naseputzen mindestens einen Meter Abstand von anderen Menschen halten und sich wegdrehen.
  • Am besten in ein Einwegtaschentuch husten oder niesen. Nur einmal verwenden und in einem Abfallbehälter mit Deckel entsorgen.
  • Nach dem Nase putzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen. Sollten Sie beim Husten und Niesen kein Taschentuch parat haben, die Armbeuge vor Mund und Nase halten und sich von anderen Personen abwenden.

Weitere wichtige und auch tagesaktuelle Informationen finden Sie auf der Homepage der AGES des Bundesministeriums für Gesundheit sowie auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts.

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